Mittwoch, 20.11.

16.30 Uhr Männerfressen
theatraler Workshop mit proxy body
Raum G 307 / Universität Hildesheim
Triggerwarnung

Was bringt Frau dazu, Mann zu zerfleischen? Es mag wie eine absurde Frage anmuten, dennoch sind uns aus der (westlichen) Kulturgeschichte seit der Antike zahlreiche Fälle bekannt, in denen Personen, meist weiblich, andere Personen, meist männlich, auf mancherlei Art und Weise, mehr oder minder lustvoll auseinander nehmen und sich wahlweise auch einverleiben. Wie erscheint das im Lichte heutiger Beziehungsarchitektur?
Zwischen Workshop und theatraler Performance werden die Inhalte teils dargeboten, teils interaktiv mit der gesamten Gruppe bearbeitet. Wir erproben damit eine Form des Wissensformats, die im Grenzbereich von Fiktion und Fakten Erkenntnisse erlangen will, die in „regulären“ Seminarkontexten unter den Tisch fallen.

Achtung: max. 25 Teilnehmer_innen, Anmeldung bitte über gmi@asta-hildesheim.de

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18-20 Uhr Queer und (Anti-)Kapitalismus
Buchvorstellung von Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter
Raum G 407 (Uni Hildesheim)

Die ‚Erfolgsgeschichte‘ der bürgerlichen Homo-Emanzipation in den westlichen Industriestaaten fällt mit der neoliberalen Transformation der Weltwirtschaft zusammen. Während vor allem weiße schwule Männer Freiheitsgewinne verbuchen, kommt es zu einem entsolidarisierenden Umbau der Gesellschaft, verbunden mit zunehmend rassistischen Politiken im Innern; zugleichdient der «Einsatz für Frauen- und Homorechte» als Begründung für militärische Interventionen im globalen Süden. Dabei waren es schon 1969 in der New Yorker Christopher Street „[S]chwarze und Drag Queens/Transgender of colour aus der Arbeiterklasse“, die den Widerstand gegen heteronormative Ausgrenzung und Gewalt trugen und „sich in Abgrenzung zu weißen Mittelklasse-Schwulen und [-]Lesben ‚queer‘ nannten, lange bevor deren akademische Nachfahren sich diese Identität aneigneten“ (Jin Haritaworn). Doch auch hierzulande sind es die queer People of Color, die aktivistisch wie theoretisch gesamtgesellschaftliche Perspektiven jenseits des gängigen Homonationalismus entwickeln. Hierauf aufbauend diskutieren Voß und Wolter die Veränderungen der Geschlechter- und sexuellen Verhältnisse der Menschen unter zeitlich konkreten kapitalistischen Bedingungen.

Es liest Heinz-Jürgen Voß.

Donnerstag, 21.11.

10.00 – 11.30 Uhr Sexualisierte Gewalt – Hilfen und Handlungsstrategien
Informationsveranstaltung mit Wildrose e.V.
Raum J 107 (Uni Hildesheim)

Nach einer Einführung in das Thema „Sexualisierte Gewalt“ wird Frau Meyer-Hermann, Mitarbeiterin des Vereins WILDROSE e.V., einen Einblick in die Arbeitsweise der Beratungsstelle geben.

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19 Uhr Korallenfische* sind andersrum. Ein Spiel um Geschlechterrollen und Identität
Theater-Performance von Theater zwischen den Dörfern
Studiobühne 1 (Universität Hildesheim)
Bildeindruck „Was wissen Männer“

Was ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen (oder Mädchen und Jungen)? Diese Frage stellten wir den unterschiedlichsten Menschen zwischen 12 und 89 Jahren. Es entstand eine Sammlung von wohlüberlegten Statements, kompletter Sprachlosigkeit, wilden intellektuellen Verirrungen, einfachen Antworten und sehr persönlichen Geschichten. Diese Interviews bilden zusammen mit literarischen Versatzstücken von Homer bis Büchner, Musik, Video-Animations-Clips, Lifekamera und tänzerischen Elementen die Bausteine für eine temporeiche theatrale Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und Identität, die leicht bleibt und über sich selbst lachen kann, auch wenn es mal ernst wird…

Trailer
Eintritt: 3 Euro
Gefördert durch das Gleichstellungsbüro der Universität Hildesheim.

Freitag, 22.11.

14-17 Uhr Neue Wege in die sexuelle Selbstbestimmung
Vortrag von Viola Butzlaff
Trillke Gut
Triggerwarnung

Der Vortrag Neue Wege in die sexuelle Selbstbestimmung zeigt konkrete Handlungsansätze wie Betroffene ihren individuellen Weg in die sexuelle
Selbstbestimmung gehen können. Schwerpunkte dabei sind Therapie, sexuelle Bildung und Sicherheit. Die Motivation eine selbstbestimmte Sexualität zu erlernen kann beispielsweise aus dem Wunsch resultieren, sich im eigenen Körper frei zu fühlen, von der Scham, der Angst und der Wut zu heilen, die aktuell die Sexualität dominiert, es genießen zu können sich selbst zu berühren, sich von anderen berühren zu lassen, in der sexuellen Handlung präsent zu sein, sich zu spüren, Sexualität und Intimität gleichzeitig zu erleben, die eigenen Grenzen zu erkennen und artikulieren zu können und den Mut zu entwickeln sich sexuell auszuprobieren.
Ich möchte Überlebende ermutigen an dem Vortrag teil zu nehmen, aber genauso vor möglichen *Triggern* warnen. Ein Ruheraum zum Zurückziehen sowie ein Awarenessteam stehen zur Verfügung.

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15-19 Uhr HollaBack! Reclaim the street!
Workshop mit Ro Zacher
Trillke Gut
Triggerwarnung

„Komm Mädchen, ich bring dich noch nach Hause!“ – Dass „Frauen & Kinder“ Abends nicht alleine durch die Straßen gehen sollten ist ein weit verbreiteter und gut gemeinter Rat. Dahinter steht jedoch ein Umstand, der dabei nicht zur Sprache kommt: öffentliche Übergriffe – durch männlich sozialisierte Täter. Dieser Normalzustand ist sexistisch und inakzeptabel. Täter- & Opfer-Rollen zu erkennen ist eine Sache, sie aufzubrechen und sich davon zu emanzipieren eine Andere. HollaBack will inspirieren! Sexistische Automatismen sabotieren! Ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Miteinander ermöglichen! Basierend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen der Gruppe wird Ro Zacher Übungen und Methoden zum Austauschen und Anwenden mitbringen.

Aus Gründen der Offenheit werden Männer/männlich Sozialisierte von diesem
Workshop ausgeschlossen. Bei Interesse am Inhalt: check >> street harassment < < im Netz oder fragt eure Freundinnen* nach ihren Erfahrungen.

Ein Ruheraum zum Zurückziehen sowie ein Awarenessteam stehen zur Verfügung.

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17-19 Uhr Sehen. Staunen. Verstehen?
Workshop mit Nico Franke
Trillke Gut

Täglich sehen wir Menschen. Hören sie. Fühlen sie. Doch hören wir zu? Bekommen wir mit, was sie beschäftigt? Ein Workshop zum (zu)hören, (zu)sehen und (mit)fühlen.

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20 Uhr Ein Hermaphrodit transt aus der Reihe
Lesung mit Levi
Trillke Gut

Wie Queer ist eigentlich das Gesundheitsamt?
Welches Geschlecht haben deine Socken?
Und wohin fährt der Inter* Trans* Express?
Kurzgeschichten und Gedichte aus dem Tagebuch eines Hermaphroditen

Samstag, 23.11.

10-12 Uhr Vertrauen und Selbsterfahrung in Aktion: Aktivierende erlebnispädagogische Übungen für Gruppen
Workshop mit Ben Lantzsch (Jumnii e.V.)
Trillke Gut

Gemeinsam wollen wir uns durch aktivierende Übungen mit den Themen Vertrauen und Selbsterfahrung auseinandersetzen. Diese Übungen bilden allgemeine Grundlagen, wie sie in der erlebnispädagogischen Praxis mit Gruppen angewendet werden. Durch die anschließende Reflexion sollen Eindrücke und Erkenntnisse nachhaltig gesichert werden.

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10-14.30 Uhr Definitionssache?! // Yes Means Yes! (FLT*I only)


Workshop mit Team F
Der Workshop muss aus Krankheitsgründen leider ausfallen.

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12-16 Uhr Live Siebdruck
Workshop mit Daniel, Svenja, Henner, Fred von der Druckwerkstatt Hannover
Trillke Gut

Teile eines duften Druckkollektivs aus Hannover bieten Live-Siebdruck auf von euch mitgebrachten Shirts, Pullis, Jacken etc. an. Es werden eine handvoll fertige Motive zum selbst Drucken bereit liegen. Parallel dazu gibts ein „A-Z“ des DIY-Siebdrucks. So wird gezeigt, wie mit halbwegs einfachen Mitteln Siebdruckvorlagen erstellt werden und gedruckt werden können.

12.30-15 Uhr schreiben als politische handlung
Workshop mit Lann Hornscheidt
Trillke Gut

kann ich schreibend was verändern? was macht es schon für einen sinn wie ich etwas ausdrücke? komme ich eigentlich in sprache vor? warum gibt es immer noch so viele diskriminierende begriffe, die leute immer wieder verwenden? wir werden in dem workshop – mit schreibübungen und diskussionen – ausprobieren, was es heißen kann durch schreiben und in sprache anwesend zu sein, normen herauszufordern, neue wahrnehmungen zu schaffen, sich sprache anzueignen, kreativ sprachlich handelnd gegen diskriminierungen einzutreten. wie kann ich argumentieren, wenn leute diskriminierende sachen sagen? wie kann ich als transperson neue formen für mich finden?
der workshop richtet sich an personen, die gegen sexismus/genderismus und rassismus aktiv sind, die zweigenderung herausfordern wollen, die neue ausdrucksformen ausprobieren wollen.
die veranstaltung richtet sich vornehmlich an personen, die zweigenderung herausfordern.

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15-17 Uhr Ich Tarzan, du Jane! – Geschlechterdarstellungen in Disneyfilmen
Vortrag und Diskussionsrunde mit Eva Reuter
Trillke Gut

Disneyfilme sind seit über 70 Jahren fester Bestandteil der populären, westlichen Filmkultur und gehören für viele Kinder und Jugendliche zu ihrer medialen Sozialisation. Oft als pädagogisch wertvoll eingestuft, bleibt eine kritische Perspektive auf diese Filme meist undiskutiert. Dabei wird allerdings oft vergessen, dass gerade für Kinder das Medium Disneyfilme einen starken Einfluss auf viele Entwicklungsprotesse hat – unter anderem auch auf die Entwicklung und Ausbildung geschlechtsspezifischer Rollenbilder. Im Vortrag soll daher ein kritischer Blick auf die (Re-)präsentation von Geschlechterstereotypen in Disneyfilmen geworfen werden. Anhand verschiedener Ausschnitte aus dem Disneyfilm „Tarzan“ werden wir uns gemeinsam mit der Frage beschäftigen, wie Disney die verschiedenen Geschlechterrollen darstellt, wie die (ebenfalls kritisch zu betrachtende) Zweigeschlechtlichkeit konstruiert wird und abschließend über pädagogische Konsequenzen diskutieren. Raum für weitere Fragestellungen und_oder Thesen ist natürlich jederzeit vorhanden. Spezielles Vorwissen ist nicht nötig!

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16-19 Uhr Die Normalität des Rassismus?!
Workshop mit Raphael Bak, Miriam Yildiz
Trillke Gut

Wir alle werden alltäglich mit Rassismus und dessen Auswirkungen konfrontiert. Oft sind wir uns dessen nicht bewusst und hinterfragen nicht auf welche Weise wir selbst zur Aufrechterhaltung rassistischer Denkweisen und Strukturen beitragen. Mithilfe von handlungsorientierten Methoden zur Eigen- und Fremdwahrnehmung setzen wir uns in diesem Workshop mit den aktuellen Erscheinungsformen des Rassismus auseinander. Gemeinsam wollen wir zudem reflektieren, wie an Orten wie der Universität rassistische und kulturalisierende Praktiken reproduziert werden.

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17-19 Uhr Das „A“ in Queer – ein sexpositiver Blick auf Asexualität
Vortrag von Andrzej Profus
Trillke Gut
Triggerwarnung

Zu Beginn meines Vortrags möchte ich mit euch zuerst die 30-minütige Dokumentation „Some like it hot, some like it not“ gucken, in der drei Mitglieder von Aven (Asexual Visibility and Education Network) interviewt werden und gezeigt wird, wie die Sexualwissenschaft im Laufe ihrer Geschichte mit nicht vorhandenem sexuellen Interesse umgegangen ist (die Dokumentation ist auf deutsch).
Im Anschluss geht es darum, was Asexualität eigentlich bedeutet, was hat sie mit Queerness zu tun hat und warum Asexuelle innerhalb queerer Kontexte so gut wie unsichtbar sind.
Es geht um die Unterscheidung zwischen sexueller und romantischer Orientierung, darum was asexuell und sexpositiv sein gemeinsam haben, um Consent und darum was du tun kannst, damit sich Asexuelle in deiner Community wohlfühlen.

Sonntag, 24.11.

12 Uhr Intersektionalität – eine Einführung am Beispiel von Geschlecht und Behinderung
Vortrag von N.

Der Vortrag fällt aus Krankheitsgründen leider aus.

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Montag, 25.11.

18 Uhr Street Art
Bastelwerkstatt mit no fame*
Café Brühlchen

Es gibt viele Möglichkeiten Spuren in einer Stadt zu hinterlassen: durch Aufkleber, Plakate, (Leucht-) Objekte, gesprühte Stencils, Sprüche oder Bilder. Sie können durch (queer-)feministische, antirassistische oder andere politische Themen inspiriert genauso wie Ergebnis (un)kreativer Experimente oder künstlerische Arbeiten sein.
Im Rahmen dieser Bastelwerkstatt werden kurz einige Techniken vorgestellt und ausgewählte Street Art Bilder gezeigt, danach gibt es Zeit, Raum und Möglichkeiten sich auszuprobieren. Materialien werden bereit gestellt, es kann gern alles Mögliche von euch mitgebracht werden.

Dienstag, 26.11.

18 Uhr Auf zur Schlacht. Versuch: XY
Performance mit Maike und Karu*
Domäne Marienburg, Brauhaus (Haus 48)
Bildeindruck „Auf zur Schlacht“

Die Schlacht grollt, wie ein Gewitter.
Der Griechen und der Amazonen Heer umkämpfen sich, wie zwei erboste Wölfe.
Sie, das war einmal.
Das Pronomen ist jetzt „er“.
Ist´s Penthesileas Schuld, dass sie Achilles auserkoren hat?
Oder der Amazonen Brauch?
Es muss ein Dazwischen im Entweder oder geben!
Völker hört die Signale -
erklingt es am mehldunstigen Frühlingstage.

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20.30 Uhr Sound Lectures
Sound Lectures mit Sebastian Kunas, Anna Froelicher und Johannes Ismaiel-Wendt
Wohnzimmer

Gibt es die Schlüsselkonzepte postkolonialer Studien in Drum Maschinen? Was repräsentiert der eindringliche, stete Puls des Metronoms? Und wie reproduziert sich Geschlecht im Design des DJ Equipments? Drei Vorträge mit, durch/über Sound und MusikMachDinge.

Mittwoch, 27.11.

16-18 Uhr queer@school
Workshop mit Tim & Nico
G 307 (Uni Hildesheim)

SchLAu ist ein Bildungs- und Schulaufklärungsprojekt zu sexueller Orientierung und Identität. Neben der Projektvorstellung geben wir praktische Einblicke in unsere Arbeit, probieren selbst Methoden aus und diskutieren Möglichkeiten der queeren Bildungsarbeit.

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20 Uhr The Mighty
Filmvorführung
Audimax (Uni Hildesheim)

Eintritt: 1,50 €

Freitag, 29.11. / Samstag, 30.11.

15-19 Uhr (Fr) und 10-16 Uhr (Sa) Wen-Do. Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Studentinnen
Workshop mit Ira Morgan (Wen-Do Trainerin, Theaterpädagogin)
center for lifelong learning (cl3), Hindenburgplatz 30, Raum 201

WEN-DO ist ein speziell für Frauen und Mädchen zugeschnittenes Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungsprogramm und basiert auf dem Prinzip der Ganzheitlichkeit.
Das bedeutet, dass die innere Einstellung gleichermaßen trainiert wird wie die körperliche Selbstverteidigung. Frauen und Mädchen lernen Gefahrensituationen schnell zu erkennen, realistisch einzuschätzen und adäquat zu handeln. Das Kennenlernen der eigenen Möglichkeiten und Grenzen ist eine wichtige Voraussetzung dafür individuelle Stärken ausbauen zu können. So unterschiedlich Frauen und Mädchen sind, so unterschiedlich können auch die Selbstbehauptungsstrategien aussehen. Die Selbstverteidigungstechniken werden den Teilnehmerinnen entsprechend ausgewählt, so dass sie ihre Kräfte ausprobieren und sich gezielt körperlich zur Wehr setzen können.

Achtung: 15 € Gebühr, max. 13 Teilnehmerinnen, Anmeldung bis zum 15.11. an der Info im Hauptcampus (Uni Hildesheim)

Veranstalterin: Gleichstellungsbüro Universität Hildesheim

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