danke! und wie wars?

nun liegen die Aktionstage *gesellschaft_macht_identität* 10 Tage zurück. einige haben diese Zeit genutzt, um zu Ruhe zu kommen, andere sich in neue oder wartende Projekte gestürzt. immer wieder ist die Frage aufgetaucht: wie war es eigentlich? inhaltlich und organisatorisch, wie war die Stimmung und was noch?

2 wichtige sachen an dieser Stelle:
vielen vielen Dank dir_euch allen, die ihr dabei wart, in den Workshops, in der Küche, hinter der Theke, auf der Bühne, sprechend und zuhörend, tanzend und kochend! es war toll mit dir_mit euch!

und wir würden gern von deinen_euren Anregungen, Erfahrungen, Kommentaren, Kritik zu den Aktionstagen dieses Jahr hören und sie zum Teil unserer Nachbereitung machen. ist dir_euch etwas aufgefallen, was anders sein könnte? was etwas besonders toll? oder schwierig?
schreib_schreibt uns gern eine email oder einen Brief an gmi/asta, marienburger platz 22, 31141 hildesheim
oder erzähl_t es uns in einem Gespräch,

vielen Dank und wir sehen uns nächstes Jahr wieder!

aus den Workshops…

…gibt es Street Art an unterschiedlichen Orten in Hildesheim anzuschauen.

aus den Workshops…

… gibt es neben Erinnerungen und Erfahrung einiges zu lesen:
Gedankengedichte aus dem Workshop schreiben als politische handlung mit Lann Hornscheidt

was nehme ich mit:
eine menge irritationen wie sprache stattfinden kann
und eine idee wie ich mir das gehörte übersetze
legitimier‘ dich selbst
widersprüche aushalten
kann gelernt werden und
fühlt sich stetig besser an
komm‘ ich näher an mich selber ran
mache mich ständig neu auf den weg
und bin gespannt, was unterdessen entsteht,
mit all meiner kraft und meinem wollen!

was nehme ich mit
das wieder zurecht gerückte gefühl
losgelößt vom strukturrahmen
eingefasst in meine eigenen bilder
erzeugt vom diskurs und miteinander
teile und entwickel ich neue ideen
viel vielseitiger und schneller und besser
und kreativere ideen gibt es
[man] muss nur suchen und experimentieren
man mon x tx jedx
und nicht ankommen wollen im suchen-finden

was nehme ich mit
facebook politisierungsmöglichkeiten
und die ruhe von wortträumen
neue worte pflüg ich von bäumen
wenn ich sie finde
irgendwas finde ich immer
denn ich bin ständig auf der suche
im nichtendenden strom nach mir
und inseln zum nachdraußen-schauen
und ordentlich auf die kacke hauen.

was nehme ich mit?
ich muss nicht passen
bunt und chaotisch
so wie ein clownfisch
der eins mein lieblingstiere ist, weil x das geschlecht wechseln kann
wechseln und immer wieder wechseln
ein einziges geschlecht, das nur mich selber beschreibt
und sie drücken fest zu
und der wind weht stark

was nehme ich mit…
… sind vorallem fragen,
keine absoluten antworten
keine absoluten fragen
und keine perfekte idee
aber viele wundaschöne unfatige fragezeichen
und irritierendes neues herausforderndes
irritierendes bedeutet ein zweites mal hinzusehen
mit mehr zeit fürs detail und vielfältigkeit
sehen. bestaunen. untersuchen.
mit nach hause nehmen

was nehme ich mit
gedanken, irritationen und kraft
die frage, was das mit mir macht…
ist meine eigene entscheidung
darin finde ich kraft
wenn ich die worte fühlen kann
und neue orte erschaffen kann
meine worte meine orte
langsam, manchmal atemlos und nur schubladengroß
brauche ich schubladen, um mich zu orientieren?
ich könnte auch einfach neben der kommode spielen!

was nehme ich mit?
gedanken zu allerhand shit
neue ideen im gartenlaub
mit farben und durchguckenden würmern
die sich ihr licht erkämpfen
um platz für anwesenheit
und raum für alle bietet
ohne kampfgefühl und streit
stets motiviert und freiheitsbereit
egal ob’s stürmt oder schneit
kann ich diesen schritt nicht alleine sondern nur mit euch zusammen gehen

was nehme ich mit
dass viele menschen lust haben neues zu lernen
und sprache etwas ist wo ich kreativ sein darf
ich in sprache sein kann
und anfange ‚ich‘ zu buchstabieren
selber durch meine bahnen surfe
an den schranken anhalte und sie ansehe
versuche distanz zu kriegen
aber wut und andere gefühle das einzig ehrliche wären.

was nehme ich mit
dass unabhängig davon, was ich habe im schritt,
mein pronomen von mir selbst gewählt werden kann
dass es eine vielfalt an pronomen gibt,
die immer in einem kontakt stehen
und es heisst weiter gehen
an neue orte mit neuen worten
auf zu neuen ufern + orten
wo ich kann die ideen horten
kraftideen der unterschiedlichsten sorten
mein eigener ort

wichtig: Veränderungung im Programm

Leider müssen zwei Veranstaltungen ausfallen, weil ein_e Referent_in krank geworden ist: der Workshop Definitionssache ?! // Yes Means Yes! am Samstag und der Vortrag zu Intersektionalität – eine Einführung am Beispiel von Geschlecht und Behinderung am Sonntag. Schade.

Nachtrag: Dafür wird der Siebdruck Workshop von Sonntag auf Samstag vorgezogen. Die Uhrzeit bleibt dieselbe: 12 bis 16 Uhr. Der Sonntag wird aktionsfrei aber entspannt, vom 10 bis 12 gibt es ein gemeinsames Frühstück und danach Plenum.

noch Plätze frei: Männerfressen

übermorgen geht’s los mit den Aktionstagen *gesellschaft_macht_identität*. Der erste Workshop, mit dem das diesjährige Programm beginnt, ist ein theatraler Workshop mit proxy body:

Was bringt Frau dazu, Mann zu zerfleischen? Es mag wie eine absurde Frage anmuten, dennoch sind uns aus der (westlichen) Kulturgeschichte seit der Antike zahlreiche Fälle bekannt, in denen Personen, meist weiblich, andere Personen, meist männlich, auf mancherlei Art und Weise, mehr oder minder lustvoll auseinander nehmen und sich wahlweise auch einverleiben. Wie erscheint das im Lichte heutiger Beziehungsarchitektur?
Zwischen Workshop und theatraler Performance werden die Inhalte teils dargeboten, teils interaktiv mit der gesamten Gruppe bearbeitet. Wir erproben damit eine Form des Wissensformats, die im Grenzbereich von Fiktion und Fakten Erkenntnisse erlangen will, die in „regulären“ Seminarkontexten unter den Tisch fallen.

hier geht’s zum Programm

Die Teilnehmer_innenzahl ist auf 25 begrenzt und noch sind Plätze frei. Für die Anmeldung reicht eine kurze E-Mail an gmi@asta-hildesheim.de